Dippoldiswalde. Die Einbahn-Lösung für die B 170 kommt ins Rollen. Thomas Rechentin (CDU), 1. Beigeordneter im Landratsamt, verständigte sich gestern mit Bernd Rohde, Abteilungsleiter Verkehr im Sächsischen Wirtschaftsministerium, über Details. Ende Januar ist ein Gespräch geplant, in dem Einzelheiten besprochen werden. Für die rechtliche Anordnung und die Ausschilderung der Einbahn-Lösung sind der Freistaat Sachsen und der Bund zuständig. „Wir als Landkreis sind außen vor“, sagt Rechentin. In der Runde werden auch Ausnahmeregeln geklärt. „Die sind für Gewerbebetriebe in Grenzkreisen vorgesehen. Sie können aber nicht zu weit gefasst werden, sonst wird die Einbahn-Regelung rechtlich angreifbar“, sagt Rechentin.
Für den Weißeritzkreis ist die Einbahn-Richtung günstig. Über Altenberg dürfen Lkws von mehr als zwölf Tonnen Gewicht nur noch nach Deutschland einreisen. In die Gegenrichtung müssen sie über Schönberg oder Neugersdorf ausweichen. Wenn es an der Grenze klemmt, stauen sich die Lkws nicht mehr hier. Fahrzeuge mit schlechter Winterausrüstung sollten auch weniger Probleme bereiten als bisher. Wer es auf der steileren tschechischen Seite die E 55 hoch geschafft hat, kommt hier auch wieder runter.
Gemischte Gefühle
Bündnis 90/Die Grünen sehen die Entwicklung mit gemischten Gefühlen. Sie sind froh über die Entlastung, kritisieren aber, dass der Schritt erst jetzt erfolgt. „Statt die Bürger jahrelang hinzuhalten und auf die A 17 zu vertrösten, hätte man schon im Mai 2004 die B 170 für Lkws sperren und damit auch der Rollenden Landstraße eine Chance geben können“, sagt Kreisvorsitzender Andreas Warschau. Ihr verkehrspolitischer Sprecher im Landtag, Johannes Lichdi, sieht darin den Beweis, dass eine Sperrung der Straße möglich ist. (SZ/fh)