Verkehrsminister Thomas Jurk (SPD) sei von der Ankündigung der geplanten Gebühren überrascht gewesen, sagte Pirk. Auch bei Tschechiens Vize-Verkehrsminister Jiri Kubinek hatte das Vorhaben am Wochenende Verwunderung und Ärger ausgelöst. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden befürchtete wegen der Gebühren Nachteile für ansässige Unternehmen. Für viele Betriebe sei die freie Nutzung der Strecke überlebensnotwendig. Spediteure aus der Region und diejenigen, die Betriebe im Landkreis beliefern, sollen nun nicht unter die Gebührenpflicht fallen, sagte Pirk. Auch Unternehmen im tschechischen Grenzgebiet sollten Ausnahmeregelungen erhalten. Details würden noch geklärt.
Die Einbahnstraßenregelung im Grenzgebiet war von Tschechien und Sachsen nach dem sprunghaften Anstieg des Lastwagen-Transitverkehrs vereinbart worden. Richtung Tschechien sollen die Transporte künftig über Neugersdorf und Schönberg geleitet werden. Allein im vergangenen Jahr hatten insgesamt 3,1 Millionen Lastwagen die westböhmischen Grenzübergänge passiert, etwa 600 000 mehr als 2004. Viele Fahrer wollten der Autobahnen-Maut in Deutschland ausweichen. Tschechien will im kommenden Jahr eine Maut für Lastwagen einführen.
dpa
letzte Aktualisierung vom Dienstag, 14. März 2006