Dresden - Der Grenzverkehr der Schwerlast-Transporter auf der Bundesstraße 170 von Dresden in Richtung Tschechien hat sich mit der so genannten Einbahnstraßenregelung massiv reduziert. Seitdem nur noch Schwerlaster aus der Region diesen Weg fahren dürfen, hat sich die Zahl auf 500 bis 600 Laster pro Tag eingepegelt, sagte Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) dem Sender Radio Dresden 103 Punkt 5. Vor der Sperrung für durchfahrende Schwerlaster seien es 1 800 gewesen.
Bei Kontrollen in der Zeit vom 15. bis 23. März in Karsdorf (Weißeritzkreis) wurden innerhalb einer Woche 751 Lkw zurückgewiesen und mit einer Geldbuße belegt. Außerdem gebe es mehrere mobile Kontrollstellen auf den Zufahrtsstraßen zur Grenze, wie zum Beispiel im Müglitztal, berichtet der Sender.
Die Einbahnstraßenregelung im Grenzgebiet war von Tschechien und Sachsen nach dem sprunghaften Anstieg des Lastwagen-Transitverkehrs vereinbart worden. Viele Fahrer wollten der Autobahnen-Maut in Deutschland ausweichen. Richtung Tschechien sollen die Transporte künftig über Neugersdorf und Schönberg geleitet werden. Allein im vergangenen Jahr hatten 3,1 Millionen Lastwagen die westböhmischen Grenzübergänge passiert, etwa 600 000 mehr als 2004. (dpa)
Sächsische Zeitung, 14. April 2006