Die in letzter Zeit heftig diskutierten Pläne zur Verlegung
der B 170 im Osterzgebirge rücken das Problem des Schwerverkehrs
wieder deutlich in den Mittelpunkt des Interesses der Betroffenen
- und zu denen gehören auch wir Bannewitzer und Possendorfer!
Das vom Wirtschaftsministerium angestrebte Eilverfahren macht eines
ganz deutlich: Dieser Neubau ist keineswegs eine Reaktion auf die
Bürgerproteste im Weißeritztal (Forderungen nach einer
neuen Straße gab es nicht!!!), sondern soll in erster Linie
dem grenzüberschreitenden Schwerverkehr - auch im Falle eines
neuen Hochwassers - dienen ! Nach Fertigstellung der A 17 nur bis
Bannewitz wird dieser noch weit größere Ausmaße
als bisher annehmen und durch die Osterweiterung der EU auch nach
der Gesamtfertigstellung kaum geringer werden - ein großer
Teil der Transitlaster wird weiterhin die dann gut ausgebaute B
170 bevorzugen, sei es als Umgehung bei Stau, sei es zur Vermeidung
der auf der A 17 fälligen Maut!
Der Schwerverkehr bringt unserer Region nur Schaden! Uns ist kein
Unternehmen zwischen Bannewitz und Altenberg bekannt, das davon
profitieren würde, wohl aber kennen wir die unzumutbaren Belastungen
durch Lärm, Abgase und Schmutz für die Anwohner, die Behinderungen
für alle, für die die B 170 der tägliche Arbeitsweg
ist.
Dazu kommen die Nachteile für die Entwicklung des Tourismus
im Osterzgebirge und die Schäden für die Umwelt - für
den Hochwasserschutz z.B. ist das Projekt geradezu kontraproduktiv!
Diese Probleme sieht auch der sächsische Umweltminister Flath
- s. SZ vom 12.12.02.
Im Erzgebirge haben sich bereits zwei Bürgerinitiativen gegründet,
die fordern, den grenzüberschreitenden Schwerverkehr auf der
B 170 nicht wieder aufzunehmen.
Haben wir Bannewitzer und Possendorfer nicht allen Grund, uns dieser
Forderung nachdrücklich anzuschließen? Lassen wir unsere
Straße nicht zum "zweiten Brenner" werden!
(Übrigens werden z.B. in der Schweiz 74, in Deutschland aber
nur 7 (!!!) Prozent der Schwerlasttransporte auf der Schiene abgewickelt...)
Adressen und Muster für Protestschreiben, Unterschriftenlisten
und die Petition an den Bundestag finden Sie unter www.waldidylle.de.
Ingrid und Eberhard Pohl
Bannewitz