B 170 / Rollende Landstraße: Sachsen kann von Hessen lernen
Wirtschaftsministerium muss endlich Nachtfahrverbot verhängen
Dresden. Angesichts neuer Unterstützung auf tschechischer Seite für die
Weiterführung der Rollenden Landstraße haben die sächsischen
Bündnisgrünen die Staatsregierung zum Handeln aufgefordert.
"Offenbar hat das tschechische Verkehrsministerium die untragbare
Situation verstanden", freut sich der bündnisgrüne Landesschatzmeister
Andreas Warschau, einer der Köpfe der Bürgerinitiative B 170. "Die
Staatsregierung muss endlich handeln. Dass Nachtfahrverbote für LKW
möglich sind, kann sich Wirtschaftsminister Gillo von seinen
Parteifreunden in Hessen erklären lassen. Im Regierungsbezirk Kassel
besteht ein solches Nachtfahrverbot auf etlichen Bundesstraßen.
Zusätzlich müssen auch die Gefahrguttransporte von der B 170 verbannt
werden."
Warschau forderte die Staatsregierung auf, die Rollende Landstraße bis
zum Einsatz einer Alternative fortzuführen. "Wir begrüßen, dass die
Staatsregierung an einer wirtschaftlicheren Alternative zur Rollenden
Landstraße auf der Schiene arbeitet. Der Einstieg wird um so
erfolgreicher, wenn er durch ein Nachtfahrverbot unterstützt wird."
Pressemitteilung von Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen 25. 05. 2004