Bürgermeister Zeibig zeigte sich von der Veranstaltung in
Ulberndorf "sehr enttäuscht". Anders als die zwei
Bürgerinitiativen setze er sich dafür ein den Transitverkehr
nicht zu verbieten, sondern zu minimieren. In Ulberndorf habe er
gesagt, die Bürgerinitiativen sollten ihr Kräfte bündeln
und nach einer intelligenten Lösung suchen. "Schlimm oder
schade ist es, dass von den Staatsministerien niemand da war",
sagte er.
Gemeinde- und Kreisrat Rainer Maus (SPD) zeigte sich erstaunt und
kritisierte den Bürgermeister zu seinem Auftreten in Ulberndorf.
"Ich kann mich nicht entsinnen, dass Sie den Auftrag vom Gemeinderat
hatten, eine Stellungnahme von der Gemeinde abzugeben", sagte
er. Auf seine berufliche Funktion hinweisend unterstrich er, dass
eine vollständige Verlagerung der Gefahrtransporte auf die
"Rollende Landstraße" keine akzeptable Lösung
sei. Dresden und der Landkreis Sächsische Schweiz haben sich
gegen ein Verlagern der Transporte mit Chemikalien und Giften lauf
die Schiene "vehement gewehrt". In Gesprächen mit
dem tschechischen Innenminister am vergangenen Wochenende sei außerdem
der gewaltige Druck von der tschechischen Seite auf schnellstmögliche
Eröffnung der B 170 spürbar geworden.