Aus dienstlichen Gründen können wir leider am 9.2. nicht
an der Protestdemonstration in Ulberndorf teilnehmen, aber die Problematik
Transit nähert sich dem Höhepunkt.
Als wir 1976 durch Grundstückskauf nach Bannewitz-Welschhufe
an die damalige F 170 zogen, hatten schon andere Interessenten wegen
der Transitstraße einen Kaufrückzieher gemacht. ...
Schon zu DDR-Zeiten nahm der Transitverkehr immer mehr zu und auch
die Schäden am Gebäude. Aus Geld- und Materialmangel war
nicht viel zu machen. Dies sollte sich nach der Wende ändern.
Alle freuten sich und wir begannen, wie viele andere aus der Nachbarschaft
auch, mit der Rekonstruktion. Zunehmend besserten sich unsere Lebensbedingungen.
Aber dann nahm schleichend auch der Straßenverkehr immer mehr
zu. Da wir an der Kreuzung zur Horkenstraße wohnen, war bzw.
ist der tägliche Stress vorprogrammiert, überhaupt aus
unserem Grundstück auf die Straße zu kommen und der Lärm
tat und tut sein Übriges. ...
Mit der Flut im August 2002 - so schlimm es für die Betroffenen
auch war - trat plötzlich eine "himmlische" Ruhe
ein. Man konnte sich daran gewöhnen. Wir wussten aber, dass
dies kein Dauerzustand sein sollte. Außer mit dem Transit-LKW-Verbot
nahm der Normalzustand wieder seinen Lauf, ist aber noch auszuhalten.
Mit dem Bau der A 17 hegten wir nun Hoffnung, dass der LKW-Transit
mal dorthin verlegt würde. Leider falsche Hoffnung, denn schon
plant man eine Erweiterung der B 170 zu einer billigen Autobahn-
Alternative.
Irgend jemand will auch schon wieder ab Mai den LKW-Transit zulassen
- vielleicht gab oder gibt es was dafür. Den vorprogrammierten
Ärger gäbe es aber nicht erst ab dem "Kaitzer Loch",
sondern schon ab den Abfahrten von der A4 sowie ab der Grenze Zinnwald
und würde sich auch wieder durch die ganze Landeshauptstadt
ziehen, wo man jetzt schon ständig im Dauerstau steht. Die
Meinung von Gemeinde- und Kreisrat Maus kann nicht geteilt werden.
Wir fragen, in welcher ruhigen Gegend wohnt er denn, dass er über
seine Bürger, die ihn mit gewählt haben, entscheiden kann?
Der genaue Wortlaut der Ausführungen unseres Bürgermeisters,
Herrn Zeibig, ist uns leider nicht bekannt, aber die Gegenwehr beweist,
dass dieser nicht ganz falsch gewesen konnte.
Protestdemonstrationen sollten nicht nur im Gebirge stattfinden,
sondern schon im Tal und nicht nur einmal, sondern regelmäßig.
Wir brauchen Lösungen und wünschen uns und allen Leidensgefährten
Erfolge.
Familie Wünsche aus Bannewitz im "Bannewitzer Bürgerblatt" vom 07.02.03 (leicht gekürzt)