Der Landrat des Weißeritzkreises, Herr Greif, hat nur zu
deutlich gemacht, dass wir Anwohner der B 170 nicht auf ihn hoffen
können, wenn es darum geht, uns vom (nur durch das Hochwasser
unterbrochenen) Terror durch den Schwerlast-Transitverkehr zu befreien.
Wir müssen uns selbst wehren - wir können es und wir tun
es!
Aber wie steht es mit unserem größten "Schatz",
der wunderbaren Landschaft und Natur des Osterzgebirges? Die Natur
kann nicht agieren, sie kann nur reagieren, und wenn sie es tut,
ist es in der Regel sehr spät - wenn nicht zu spät! Der
engagierte Einsatz der Umweltverbände - allen voran der Grünen
Liga Osterzgebirge - ist hier nicht genug hervorzuheben. Aber die
Umwelt braucht auch und vor allem eine Lobby in der Politik, deshalb
ist es ein hoffnungs-volles Zeichen, dass sich der Sächsische
Umweltminister, Herr Flath, prinzipiell gegen den geplanten Neubau
der B 170 auf der Höhe ausspricht.
Aber wo bleibt das Engagement des Leiters des Amtes für Umwelt
im Weißeritzkreis, Herrn Frenzel? Auch von ihm erwarten wir
eine Aussage in gleicher Deutlichkeit! Denn während der eine
oder andere Mensch sich vielleicht noch über die neue Trasse
freuen würde, weil sie weiter als die alte von seinem Haus
entfernt oder sein Arbeitsweg dann etwas kürzer wäre,
für unsere Natur und auch den Hochwasserschutz bedeutet der
Transitverkehr ausschließlich Ge-fahr und Schaden! Deshalb
sollte gerade Herr Frenzel der "erste Umwelt-Lobbyist"
im Kreis sein!!!
Ingrid und Eberhard Pohl
Bannewitz