Sächsische Zeitung (Lokales Dippoldiswalde ), 16.01.2003
Mandy Schaks
Die Gerüchteküche dampft und brodelt. Bürgerinitiativen
und Umweltverbände wittern neues Ungemach. Erst fühlen
sie sich überrollt von den Absichten, dass die B 170 über
die Höhenrücken zwischen Dippoldiswalde und Bärenburg
verlegt werden soll. Nun kommt offenbar eine weitere Variante ins
Spiel. Wie und wo? - Darum machen die Behörden ein großes
Geheimnis. Die Planungsfirma Deges versucht zwar die Gemüter
zu beschwichtigen, weil Variantenvergleiche nun einmal zu solchen
Verfahren gehören. Und das ergab offenbar schon, dass ein anderer
als der bislang bekannte Trassen-Entwurf nicht ernsthaft in Erwägung
gezogen wird.
Warum darüber aber keiner richtig sprechen will, das heikle
Thema öffentlich kurz gehalten wird, ist ein Rätsel. Und
genau das macht die Bürgerinitiativen immer wieder stutzig.
Sie fühlen sich über den Tisch gezogen, hinters Licht
geführt. Das bringt sie auf die Palme. Sie werden dadurch nicht
ausgebremst, sondern umso aktiver. Ein Klima, dass der Sache nicht
gut tut, und es schwer macht, ein ordentliches Verkehrskonzept für
die Region hinzu bekommen. Und das ist bitter nötig.