Zum Artikel SPD reitet das Pferd mit Hüh und Hott vom 25. März schreibt Rainer Klee aus Höckendorf:
Als außen Stehender Leser aller Aktivitäten zur B 170 kann man weiterhin nur von Aktionismus reden. Selbst der Bundesverkehrswegeplan täuscht nicht darüber hinweg, dass man nicht weiß, was eigentlich Phase ist. Es fehlen die Konzepte, auf denen Maßnahmepläne basieren. Konzepte werden gebraucht, beginnend von der EU über die Bundes- bis zur Landesregierung usw. Der Bundesverkehrswegeplan ist der zweite Schritt. Mir scheint, so wird schon 13 Jahre gehandelt, getreu der Devise Planwirtschaft ist Misswirtschaft. Aber hier gibt es ganz andere Grundpositionen einzunehmen. Es fehlen wissenschaftlich begründete Konzepte über den gesamten Transit- und regionalen Verkehr (Schiene, Autobahn, Bundes-, Wasserstraße und Flugverkehr). Die Politiker versprechen Dinge, die nirgends vor einem Gericht einzuklagen wären.
Hervorragend ist schon die Aussage, die Landesregierung hätte bezüglich der B 170 ihre Hausaufgaben gemacht. Kann ja sein, aber in der Zeitung habe ich gelesen: 1. Entscheiden muss der Kreis, sicher der Landrat und der hat keine europäischen Verkehrsplaner bzw. dafür kein Geld. 2. Die B 170 wurde im Verkehrswegeplan aufgenommen und somit ist Geld vorhanden. Alles unlogisch und gefährlich, weil Steuermittel, Arbeits- und Freizeit vergeudet werden, wenn weiterhin gewurschtelt wird. Chaos organisieren, um dann zu sagen, das haben die Bürgerbewegungen verzapft. Herr Ministerpräsident, machen Sie endlich Ihre Hausaufgaben und beginnen Sie Prozesse wie das Problem B 170 zu führen. Sie, und kein anderer, sind in Sachsen der Boss.
Sächsische Zeitung, Montag, 31. März 2003