Weit weg von einer Lösung
Wolfgang Klotz aus Freital schreibt zum Artikel „RoLa in Dipps zu Grabe getragen“ vom 21. Juni:
Hehre Worte, die Falk Neubert da zur RoLa gefunden hat. Tatsache ist, sie hatte einen schweren Geburtsfehler, der mit dem Wegfall der Zollkontrollen offen zu Tage tritt: Belade- und Taktzeit der Züge stehen in keinem Verhältnis zur Transportzeit.
Für rund 80 km Transportweg ist die Bahnverladung einfach keine Alternative für das Transportgewerbe. Für die Anwohner der B 170 aber schon. Und genau da liegt das eigentliche Problem: Ungehinderte Warenströme auf der Straße haben eine vielfach höhere Priorität gegenüber den elementaren Lebensbedürfnissen der Anwohner von Verkehrswegen.
Dass die Straße gegenüber der Schiene für den Warenverkehr so attraktiv ist, hat viele Gründe. Solange auch die verkehrspolitische Sprecherin einer Landtags-Fraktion in Aktionismus flüchtet (SZ-Bild vorn rechts am Sarg), sind wir leider weit weg von einer nachhaltigen Lösung dieses brennenden Problems.
Sächsische Zeitung, Dienstag, 29. Juni 2004