
Das Gesicht des Protests
Vor wenigen Monaten war er noch für viele unbekannt. Doch mit dem Unmut über die katastrophalen Verhältnisse an der Transitstrecke B 170 stieg auch der politische Stern von Andreas Warschau. Schließlich war es der Kreis-Chef der Bündnisgrünen, der mit spektakulären Aktionen auf die unhaltbaren Zustände aufmerksam gemacht hat. So fuhr Warschau in einem Multicar mit Tempo 30 von Dresden nach Altenberg und sorgte unter den Lkw-Fahrern für erhebliche Verärgerung. Die geplagten Anwohner jedoch honorieren das mit Sympathie. Im Juni wurde Warschau in den Kreistag gewählt. Der 39-Jährige arbeitet als Energieberater in Altenberg und setzt sich für den verstärkten Einsatz von erneuerbaren Ressourcen ein. Früher war Warschau in der Jugendhilfe tätig. Nach den Zugewinnen bei den Kommunal- und Europawahlen sehen sich die Weißeritzkreis-Grünen im Aufwind. (SZ/dsz)
Sächsische Zeitung, Sonnabend, 24. Juli 2004