A 17: Gössel hofft auf mehr Touristen
Drei Fragen
Der Bau der A 17 kommt voran. 2006 soll die Auffahrt Bad Gottleuba frei gegeben werden. Was erhoffen Sie sich für die Stadt Geising?
Zunächst einmal, dass die Region Osterzgebirge beziehungsweise Geising an der Abfahrt oder auf der Autobahn ausgeschildert wird. Da wir nach der Fertigstellung der A 17 von Dresden aus schneller erreicht werden können, werden vor allem unsere Hotels und Pensionen profitieren. Die Übernachtungen bei uns sind kostengünstiger als in Dresden. Deshalb wird der eine oder andere hier nach einem Quartier suchen. Auch Ziele in der Region sind gut zu erreichen. Nach Dresden sind es nur 35 Kilometer, bis in die Sächsische Schweiz 40 und nach Prag nur 90 Kilometer. Ich glaube auch, dass mehr Tagestouristen einen Ausflug nach Geising unternehmen werden.
Wer wird noch profitieren?
Vor allem die zahlreichen Pendler. Entweder, weil sie auf der Autobahn schneller nach Dresden kommen oder aber, weil nach Fertigstellung der A 17 weniger Lkws und Pkws auf der B 170 unterwegs sein werden. Die Fahrt nach Dresden wird über diese Straße mit Sicherheit nicht mehr so lange dauern.
Erwarten Sie auch Gewerbeansiedlungen im Grenzbereich und speziell im Stadtgebiet?
In Geising haben wir keine Möglichkeit, ein Gewerbegebiet einzurichten. Maximal im ländlichen Bereich bei Liebenau könnten wir Flächen anbieten. Ich glaube nicht, dass Firmen Interesse haben, sich hier bei uns niederzulassen. Die Betriebe bekommen von den Städten und Gemeinden auf tschechischer Seite sicher viel kostengünstigere Angebote.
Gespräch: Maik Brückner (Sächsische Zeitung 27. 01. 2005)