Verrußte Verkehrsader
Freital. Nach Ansicht der Freitaler Grünen sollten entlang der Hauptverkehrsader Dresdner Straße zumindest sporadisch Feinstaubmessungen stattfinden. Dies gebietet die Tallage der Großen Kreisstadt, sagte Parteisprecher Stephan Trutschler am Wochenende. „Mit einem Messpunkt auf der Bergstraße in Dresden ist uns hier wenig gedient“, so Trutschler weiter.
Die seit Beginn des Jahres geltende EU-Richtlinie zur Reduzierung von Feinstaub lässt an maximal 35 Tagen im Jahr ein Überschreiten des Grenzwertes von 50 Mikrogramm je Kubikmeter Luft zu. Feinstaub entsteht unter anderem durch die Abgase von Dieselfahrzeugen (Ruß) und durch Bremsabrieb. Er steht im Verdacht, Atemwegserkrankungen oder Lungenkrebs auszulösen.
Der in der EU-Richtlinie enthaltene Wert dürfte gerade auf der Dresdner Straße in Freital mit ihrem ständigen Stop and go an mehr als 35 Tagen überschritten werden, zumal die Route nach wie vor eine attraktive Abkürzung für Schwerlaster zwischen der Autobahn 4 und der Bundesstraße 170 sei, befürchten die Grünen. Die Stadtratsfraktion Bürger für Freital/Grüne soll parlamentarische Schritte einleiten, damit bald Messstationen errichtet werden, forderte Trutschler. (SZ/dsz)
Sächsische Zeitung 20. April 2005
