Der Zorn wächst entlang der B 170
Das ist ein Wahnsinn. Wir Kipsdorfer kommen von Schmiedeberg aus zum Teil nicht mehr nach Kipsdorf. Wir mussten vorgestern und gestern Vormittag die Strecke über Falkenhain nehmen und statt rund drei Kilometer zehn bis fünfzehn Kilometer fahren. Das ist eine Zeit- und Spritfrage. Durch diesen Transit-Schwerlastverkehr wird die ganze Region tot gemacht. Urlauber, die das erleben, kommen einmal und nie wieder.
Gunther Gericke, Leiter Haus Bergwiese und Ortsvorsteher Kipsdorf
Es ist schlimm geworden. Stau zwischen Zinnwald und Altenberg ist fast Alltag. Nachts hupen die Fahrer ständig, um ihre Kollegen zu wecken, wenn es wieder ein Stück weiter geht. Stets ist die Einfahrt zum Grundstück zugestellt, so dass man weder rein noch raus kommt. Doch ich fürchte, es wird sich nichts ändern, so lange die Betroffenen nicht in großer Anzahl protestieren und Aktionen starten.
Erich Petzold, Altenberg
Es ist unverschämt, selbst die Anwohner werden bei Stau nicht durch gelassen. Ich kann nicht begreifen, wie solche Zustände überhaupt passieren können. Vor Altenberg wird aufgestaut, damit sich die Lkw-Schlange nicht durch die Stadt zieht. Wir in den kleineren Orten sind offensichtlich nicht so wichtig. Ich habe Verständnis für die Probleme der tschechischen Zöllner, nicht aber dafür, wie die deutschen Behörden an die Sache ran gehen.
Torsten Kreissl, Kipsdorf
Was nützt das schönste Gasthaus, wenn davor die Lkws parken und die Gäste an einer Sperrscheibe umkehren müssen. Seit über einer Woche geht das schon so. Wenn man Ansprechpartner sucht, fühlt sich keiner richtig zuständig.
Ilona Ziegs, Gastronomin Waldbärenburg