Man weiß kaum noch, was man schreiben soll zum Thema B 170. Die Nachrichten über Verkehrszählungen, Bürgerbeschwerden, Protestdemonstrationen, schwere Unfälle, sie alle scheinen auf dem Weg nach Dresden zu verpuffen. Die sächsische Staatsregierung stellt sich taub. Eine einzige Geste sandte man aus Dresden bisher in Richtung Osterzgebirge: das hilflose Heben der Hände. Jener Hände, die der Regierung angeblich gebunden sind - siehe Nachtfahrverbot. Das Vorhaben, den Grenzübergang Reitzenhain für den Transitverkehr zu öffnen, kann nicht ernsthaft erwogen werden, denn dann würden noch mehr Sachsen unter der Brummi-Flut leiden. Die einzige Möglichkeit, die Menschen zu entlasten, ist im Moment die Rollende Landstraße. Mit oder ohne Betten auf der Straße: Es wird Zeit, dass die Regierung endlich aufwacht.
Sächsische Zeitung 09. Juni 2004